Lass nicht zu, dass dein „Ich kann nicht, weil…“ dich gefangen hält

Eine der größten Begrenzungen im Leben ist meiner Meinung nach der Satz: „Ich kann nicht, weil…“! Dieser Satz ist stärker als jede Gefängnistür und sorgt  dafür, dass du genau dort verhaftet bleibst, wo du dir Veränderung wünschst.

Diese Einstellung ist Gift für jede Veränderung im Leben. Wenn du ihn nicht streichst, brauchst du dich gar nicht erst aufzumachen.

Jeder Mensch, jede Situation, die an deine Tür klopft um dich einzuladen, deine Ideale zu leben, können gleich wieder ihrer Wege gehen. Sie können dich nicht erreichen, nicht wirklich packen solange du nicht kannst, weil…

Dieser Satz ist in der Tat eine große Herausforderung und eine große Chance. Wenn es dir gelingt, ihn zu überwinden stehen dir völlig neue Türen offen.

Ich bin alleinerziehend mit drei Kindern und ganz oft hätte ich nicht gekonnt, weil…

  • Kinder Geld kosten, was ich nicht hatte
  • sie klein sind, dann in der Schule, dann in der Pubertät
  • ich nicht frei in meiner Zeiteinteilung bin
  • meine Ex-Männer Idioten sind (was sie nicht sind, denn sie fordern mich zu neuen Blickwinkeln heraus)
  • das Leben eben schwer ist
  • ich ja auch hätte bei meinem ersten Mann bleiben können, auch wenn er fremd geht
  • ich auf meine Visionen hätte verzichten können

Mein Magen fängt an zu grummeln, während ich das schreibe. Wie viele Frauen bleiben in einer Situation aus Angst, sie könnten nicht?

Wie viele Frauen verzichten auf ihre Visionen, weil ihre momentanen Lebensumstände XY nicht zulassen?

Gerade habe ich eine E-Mail erhalten, in der sich eine Frau über meine Preise für ein 1:1 Coaching beschwert hat. Sie würde so gern in die Veränderung gehen, aber die Preise seien zu hoch und sie würde in einer Patchwork Familie leben.

Patchwork hört sich für mich ganz ehrlich nach totaler Erholung an, denn ich habe niemanden, der mir etwas abnimmt.

Die Preise sind zu hoch. Ja, sie sind hoch für dich, das mag sein und für andere wieder nicht. Doch das Jammern und Schimpfen bringt dich keinen Schritt weiter.

Wie wäre denn stattdessen die Frage: „Britta, ich will so gern etwas für mich tun, doch 1:1 Coaching ist gerade nicht drinnen. Hast du eine Idee?“

Das würde Bewegung bringen. Wir könnten in ein Gespräch gehen. Möglichkeiten würden sich zeigen, auftun und umsetzen lassen.

So habe ich Mühe, überhaupt in den Kontakt zu gehen, weil ich nicht kann…, lach! Nicht kann wegen Unhöflichkeit, Beurteilung, aus Unwissenheit abgewertet sein.

 

„Ich kann nicht weil…“ wird dich fertig machen. Sei dir ganz sicher!

 

In den letzten Jahren konnte ich so viel, obwohl…

 

  • ich das Geld nicht hatte
  • viele Themen aus den Ahnenreihen mich blockiert haben
  • ich meine kleine Tochter allein habe und so gut wie nie freies Wochenende
  • meine Selbstständigkeit mich an die Grenzen meiner Kraft gebracht hat
  • ich keine Ruhephasen hatte
  • mich der Mut verlassen wollte
  • mein Ex-Mann mir unterstellt, ich sei eine schlechte Mutter, weil nicht alles 100% ig nach SEINEN Vorstellungen läuft

Es gab viele Momente, in denen ich am allerliebsten die Decke über den Kopf gezogen hätte und aufgegeben hätte.

Ich war im 9. Monat mit meiner kleinen Tochter schwanger, da stand ich an der Supermarkt Kasse und konnte nicht zahlen, weil das Konto dicht war.

Als sie zwei Wochen alt war, musste ich beraten mit ihr an der Brust, weil der Vater den Schlüssel auf den Tisch gelegt hat und gegangen ist.

Mein Körper manchmal nur noch geschrien hat vor Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Anspannung. Wie oft lag ich im Bett und konnte nicht schlafen, weil ich so Existenzängste hatte, dass mir schlecht war.

Dennoch musste ich am nächsten Tag fit sein und arbeiten, Hausaufgaben machen und mir von meinem Ex-Mann anhören, dass ich dies und jenes besser machen müsste.

Doch ich habe eine Eigenschaft, die mich hat durchkommen lassen und die hat mein Schwimmlehrer am Gymnasium schon früh erkannt. Er sagte damals: „Du kannst nicht gut schwimmen, aber kämpfen kannst du.“

Und das stimmt. Wenn ich eine Entscheidung treffe, dann konsequent.

Ich will als Frau mit drei Kindern super leben. Mein Wunsch ist es, glücklich und heil zu sein. Selbst, wenn mein Herz 100-mal gebrochen ist, wird es wieder heil.

Triff Entscheidungen absolut und konsequent, dann ebnet dir das Universum den Weg!

Als ich begonnen habe, mein Online Business aufzubauen, war klar, dass es alle Aufmerksamkeit fordert und ich habe (das mache ich meist so) alle alten Anker gelöst. Ob es Klienten waren, Webinartätigkeit, Glaubensmuster lösen.

Ich habe mich aus ganzem Herzen eingelassen und es gab keinen doppelten Boden. Die Folge war das Wegbrechen von finanzieller Sicherheit. Und zwar ganz massiv. Mein Vater hat mir dann Geld zugesteckt, ohne dass ich ihn gefragt hätte. Es war genau die Summe, die ich brauchte, um meinen Kindern Weihnachtsgeschenke kaufen zu können.

Schere dich auf keinen Fall um deine momentanen Lebensumstände! Sie können sich schneller ändern als du denkst

Als ich mich 2003 entschieden habe, mich scheiden zu lassen, weil Fremdgehen nicht zu meinen Werten gehört, hatte ich viel Angst, denn die Kinder waren 4 Jahre und 9 Monate alt. Ich habe mich in der Küche auf den Boden gehockt (ich werde diesen Moment nie vergessen) und in mein Herz gelauscht.

Könnte ich in dieser Ehe bleiben? Wegen der Sicherheit? Wegen der Kinder? Kann ich mich nicht trennen, weil…?

Ich habe allen Mut zusammengenommen, wirklich allen und habe mich getrennt. Für meine Werte, meine Ideale, für mein Herz.

Zwei Wochen später erhielt ich von meinem damaligen Arbeitgeber ein Schreiben, in dem mir eine Abfindung angeboten wurde, wenn ich kündigen würde.

Als ich mit meiner kleinen Tochter schwanger wurde, war ziemlich schnell klar, dass ich mit Anfang 40 und zwei anderen Kindern allein wäre. Es war ein schwarzes Loch in meinem Herzen!

Ich hatte mir immer drei Kinder gewünscht, aber nicht so. In mir tobte ein Kampf und die Entscheidung war eine der schwersten, die ich jemals treffen musste.

Alle haben mich für wahnsinnig erklärt und ich mich auch.

Die Konsequenz aus dieser Entscheidung ist ein wundervolles Kind und eine wirklich sehr anstrengende, angstmachende Zeit.

Es hat lange gedauert, bis ich mich gefangen hatte und die kleine Familie funktionierte, denn auch meine großen Kinder hatten für einige Zeit eine maßlos überanstrengte Mutter.

Was ich entscheide, ziehe ich auch durch. Es gibt die Belohnungen erst hinterher, aber sie kommen. Immer wieder musste ich aufstehen, weitergehen und das Herz heilen.

Auch heute muss ich mir anhören, dass ich eine noch bessere Mutter sein müsste, aber ich habe verinnerlicht, dass jeder Mensch aus seinem eigenen Blickwinkel die Welt betrachtet.

Wer mich heute bewertet oder beurteilt, ohne ein Gespräch zu führen, dem antworte ich nicht mehr. Wer aber sich die Mühe macht zu fragen und Interesse hat, dem antworte ich ausführlich.

Ich habe entschieden, mein Leben nach meinen Vorstellungen leben.

„Ich kann nicht, weil…“ lasse ich nicht zu. Mit dieser Einschränkung habe ich nie viel am Hut gehabt und auch du solltest dich nicht begrenzen lassen.

Triff konsequente Entscheidungen über Dinge, die dein Leben ausmachen sollen. Und tue dies aus deinem Herzen heraus! Lass nicht zu, dass deine Gefängniszelle geschlossen bleibt, sondern lass die Möglichkeiten dich finden.

Geh ins innere und dann ins äußere Gespräch. Es gibt immer einen Weg, doch ganz ehrlich:

Wege zeigen sich nicht immer gleich

Sei offen für neue Wege, sei offen für Veränderungen deines Blickwinkels, bleibe bei dir und deinen Wünschen!

Lass dich durch nichts auf der Welt von deinen Idealen abbringen!

Sending LOVE

Britta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Comments

  • Anett

    Reply Reply 2. Februar 2016

    Liebe Britta

    Herzlichen Dank für diesen absolut wertvollen Artikel.

    Auch ich kenne diese Begrenzungen und Ausreden von mir. Auch ich habe mich viel zu lange begrenzt. Seit ich mir selber erlaube die Fülle anzunehmen geschehen Wunder.

    Bezüglich der Preise finde ich es auch eher verhandelbar, wenn mir jemand seine Situation schildert. Dann kann man schauen was es für Möglichkeiten gibt.
    Im Fall den Du geschildert hast, würde ich mich wohl auch schwer tun. Einfach weil das Gefühl herüber kommt, dass meine Arbeit nicht wertgeschätzt wird.

    Liebe Grüsse
    Anett

    • Britta

      Reply Reply 3. Februar 2016

      Liebe Anett, danke für Deine Worte. Leider ist es so, dass wir in Statussymbole investieren und viele andere Dinge. An uns selbst denken wir meist erst, wenn das Wasser zum Halse steht und wir erleben, dass es so nicht weitergehen kann. Ich würde mir wünschen, dass alle Menschen wie eine Inspektion beim Auto regelmäßig bei sich selbst schauen. Viele Situationen im Leben könnten vermieden werden. Ich finde es toll, dass Du für Dich aufgestanden bist und die Wunder eingeladen hast. Genieße sie!! Viele Grüße aus Hamburg, Britta

  • Claudia Sieger

    Reply Reply 2. Februar 2016

    Liebe Britta,
    wir kennen uns nun schon eine Zeit lang, auch schon bevor Deine kleine Maus zur Welt gekommen ist.
    Du hast mir immer, egal was bei Dir los war, immer geholfen, hast immer ein Ohr gehabt. Wenn ich jetzt hier nochmal lese, was ich teilweise durch unsere Gespräche mitbekommen habe, dann möchte ich Dir heute sagen:
    Ich verneige mich vor Dir, vor Deinem Mut dem Leben zu begegnen, nie aufzugeben, Deinen eigenen Weg zu gehen und dabei anderen noch zu helfen mit Ihren Sorgen und Ängsten. Danke für Deine Liebe die Du immer wieder gegeben hast. Ich drücke Dich ganz ganz fest! Claudia

    • Britta

      Reply Reply 3. Februar 2016

      Liebe Claudia, Deine Worte haben mich sehr berührt… Ganz lieben Dank! Mit Dir zu arbeiten ist immer so leicht, lach. Schön, dass Du für Dich Deinen Rythmus gefunden hast :-). Herzensgüte an Dich! Britta

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